Fassadendämmung: Systeme, Ablauf und Wirkung
Eine Fassadendämmung reduziert Wärmeverluste über die Außenwände und erhöht die raumseitigen Oberflächentemperaturen. Damit sie langfristig funktioniert, müssen Sockel, Fenster, Dachrand, Balkone und Leitungsanschlüsse von Anfang an mitgeplant werden.
Besonders sinnvoll: Bei ungedämmten oder schwach gedämmten Außenwänden, ohnehin anstehender Fassadeninstandsetzung, kalten Wandoberflächen oder als Vorbereitung auf ein Niedertemperatur-Heizsystem.
Die Außenwand wird zur warmen Hülle.
- 01 · Bestandkalte Innenoberflächen
- 02 · DämmsystemAnschlüsse durchgängig lösen
- 03 · Wirkungwärmere Wände, geringere Heizlast
Von der Idee zur sauberen Ausführung.
Die genaue Planung hängt vom Bestand ab. Diese fünf Schritte zeigen, welche Entscheidungen vor der Baustelle fallen sollten.
- 01
Wandaufbau untersuchen
Material, Dicke, Feuchte, Putztragfähigkeit, vorhandene Hohlräume und geometrische Besonderheiten werden aufgenommen.
- 02
Dämmsystem und Stärke wählen
System, Dämmstoff und Dicke werden nach Bauphysik, Gestaltung, Wirtschaftlichkeit und möglichen Vorgaben ausgewählt.
- 03
Details koordinieren
Sockel, Fensterbänke, Laibungen, Dachüberstand, Balkone, Vordächer und Leitungen werden vor der Ausschreibung gelöst.
- 04
Förderung und Nachweise vorbereiten
Förderfähigkeit, technische Mindestanforderungen und notwendige Bestätigungen werden vor Vertrag und Baustart geprüft.
- 05
Ausführung begleiten
Untergrund, Verklebung, Dübelung, Armierung, Anschlüsse und Oberputz werden abschnittsweise kontrolliert.
Diese Maßnahme steht nie allein.
Fenstertausch und Fassadendämmung gehören konstruktiv eng zusammen. Auch Dachüberstand, Sockelabdichtung, Rollladenkästen, Balkone und spätere Heizungsdimensionierung beeinflussen die optimale Lösung.
Die Dämmung von Außenwänden kann als Maßnahme an der Gebäudehülle förderfähig sein. Dafür müssen unter anderem technische Mindestanforderungen und der vorgesehene Antragsablauf eingehalten werden.
Förderpotenzial berechnen