Sanierungsmaßnahme · Lüftung & Luftdichtheit

Lüftungskonzept und Lüftungsanlage: Ablauf und Wirkung

Je dichter Fenster und Gebäudehülle werden, desto weniger Luft wird unkontrolliert ausgetauscht. Ein Lüftungskonzept prüft, wie der Feuchteschutz nutzerunabhängig sichergestellt werden kann und ob freie Lüftung ausreicht oder technische Unterstützung sinnvoll ist.

Was bewirkt die Maßnahme?Planbarer Luftwechsel, besserer Feuchteschutz und – bei geeigneter Technik – Wärmerückgewinnung. Die Planung berücksichtigt Nutzung, Grundriss, Schallschutz, Außenluft und die sanierte Gebäudehülle.
Die Wirkung

Besonders sinnvoll: Bei umfangreichem Fenstertausch, deutlicher Verbesserung der Luftdichtheit, Feuchteproblemen, hoher Belegung oder wenn eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen ist.

Wirkungsdiagramm

Frische Luft wird planbar statt zufällig.

  1. 01 · Bestandunkontrollierter Luftwechsel
  2. 02 · KonzeptZu-, Über- und Abluft ordnen
  3. 03 · WirkungFeuchteschutz und Luftqualität
Der typische Ablauf

Von der Idee zur sauberen Ausführung.

Die genaue Planung hängt vom Bestand ab. Diese fünf Schritte zeigen, welche Entscheidungen vor der Baustelle fallen sollten.

  1. 01

    Gebäude und Nutzung erfassen

    Wohnfläche, Räume, Belegung, Fenster, Feuchtequellen, Außenlärm und geplante Sanierungsmaßnahmen werden aufgenommen.

  2. 02

    Lüftungsbedarf prüfen

    Es wird bewertet, welcher Luftwechsel für Feuchteschutz und Nutzung erforderlich ist und welche freie Lüftung vorhanden bleibt.

  3. 03

    Lösung auswählen

    Fensterlüftung, Außenluftdurchlässe, Abluftsysteme sowie dezentrale oder zentrale Anlagen werden nach Bedarf verglichen.

  4. 04

    Luftwege und Details planen

    Zuluft, Überströmung, Abluft, Leitungsführung, Schall, Filter, Kondensat und Wartungszugang werden festgelegt.

  5. 05

    Einregulieren und dokumentieren

    Volumenströme und Betriebsstufen werden eingestellt, gemessen und für Nutzer verständlich dokumentiert.

Wechselwirkungen

Diese Maßnahme steht nie allein.

Fenstertausch, Fassaden- und Dachdämmung, Luftdichtheitskonzept, Wärmebrücken und Nutzerverhalten bestimmen gemeinsam den Lüftungsbedarf. Eine Anlage sollte deshalb nicht isoliert nach Raumanzahl ausgewählt werden.

Förderung richtig einordnen

Lüftungstechnik kann unter bestimmten Voraussetzungen als Anlagentechnik förderfähig sein. System, technische Anforderungen, Einbindung einer Energieeffizienz-Expertin beziehungsweise eines Experten und Antragsschritte sind vor Beauftragung zu prüfen.

Förderpotenzial berechnen
Klar beantwortet

Häufige Fragen: Lüftung & Luftdichtheit.

Die wichtigsten Antworten vor Ihrer Anfrage – direkt und ohne Fachchinesisch.

Muss ich mit neuen Fenstern eine Lüftungsanlage einbauen?+

Nicht automatisch. Zuerst wird geprüft, ob der notwendige Luftwechsel zum Feuchteschutz anderweitig sichergestellt ist. Daraus ergibt sich, ob und welche lüftungstechnische Maßnahme erforderlich ist.

Kann ich trotz Lüftungsanlage die Fenster öffnen?+

Ja. Eine Lüftungsanlage verhindert das Fensteröffnen nicht. Sie sorgt vor allem für einen planbaren Grundluftwechsel, auch wenn niemand regelmäßig lüftet.

Zentral oder dezentral – was ist besser?+

Das hängt von Grundriss, Sanierungstiefe, Leitungswegen, Schallanforderungen und Wartung ab. Im bewohnten Bestand sind dezentrale Lösungen oft einfacher nachrüstbar; zentrale Systeme bieten andere Komfort- und Effizienzvorteile.

Alle Maßnahmen

Das nächste Bauteil verstehen.

DachdämmungFassadendämmungFenstertausch
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Lüftung & Luftdichtheit für Ihr Gebäude einordnen?

Wir prüfen den Bestand, die Wechselwirkungen und den Förderweg – damit aus einer Einzelmaßnahme ein sinnvoller Schritt im Gesamtkonzept wird.

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